Allgemeines zu Schädlingen

Der Begriff Schädlinge ist mit sehr großer Vorsicht zu verwenden. Sehr oft sind es Schädlinge, die Nützlinge sein können. Am Beispiel der Ameise kann man es nachlesen und nachempfinden.

Oftmals ist es gerade der Gärtner mit seinem Unverständnis, der durch sein unverhältnimäßiges Eingreifen die Entwicklung bestimmter Schädlinge begünstigt.

Die Ausführungen auf dieser Seite haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Nur die häufigten und größten "Störer" finden hier Berücksichtigung.

Weichhautmilben

Neben sehr vielen Milbenarten sind die Weichhautmilben die unangenehmsten. Sie sind so klein, daß man sie kaum sehen kann. Sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sitzen meistens in Blüten oder an frischen Trieben. Blätter und Blüten werden in ihrer Entwicklung gestört, die Blattränder rollen sich ein. Knospen öffnen sich nicht, Blätter sind nach oben gebogen.

Die Bekämpfung ist sehr schwierig und in der Regel mit biologischen Mitteln fast ausichtslos. Ein starker Rückschnitt mit zusätzlicher chemischer Behandlung sind unerläßlich.

Thripse

Thripse auch Luftplakton genannt wegen ihrer nicht sehr guten Flugeigenschaften sollte man sofort ausmerzen. Den Befall erkennt man an silberhellen Punkten an der Blattoberseite. Die Pflanzen fallen bei starkem Befall durch verkrüppelungen der Blatter, Blattfall und Vergilbungen auf. Unförmige Knospen die sich zum Teil nicht öffnen und abfallen, vertrocknen oder verfaulen sind ebenfalls Hinweise auf den Befall.

Natürliche Feinde wie Raubwanzen, Marienkäfer, Spinnen und auch wieder die Ameisen, sowie etliche andere Fliegen und Wespen tragen bei nicht zu starkem Befall zur Eindämmung bei.

Spinnmilben

Die etwa einen halben Millimeter großen Tiere treten vorwiegend in trockenen Sommern verstärkt auf. Sie und ihre Larven saugen den Saft aus den Blättern. Es entstehen durch das eindringen von Luft, silbrige Flecken. Sie ziehen ein dichtes Netz über ihre Wohnstätten, dadurch wird die Weiterentwicklung der befallenen Knospen und Triebe stark einschränkt.

Hohe Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenem Gefäß ist ein wirkungsvolles Gegenmittel. Nach ca. 3 Wochen in dieser Umgebung sind die Spinnmilben abgestorben. Natürliche Feinde sind Blumenwanzen, Florfliegenlarven, Marienkäfer,  Raubmilben, Raubwanzen,  Weichkäferlarven.

Schnecken

Am häufigten treten in unseren Breiten die Nacktschnecken auf. Es ist gleichgültig ob sie braune, schwarze, graue, genetzte oder rote Farbe haben, sie sind alle gleich gefräßig. Die Gehäuseschnecken stehen in Gefräßigkeit den Nackten in keiner Weise nach. Solange vereinzelte Individuen zu beobachten sind, ist noch keine Gefahr im Verzug. Allerdings muß man bedenken, daß bei 2-3 Fortpflanzungen jährlich bis zu 400 Eiern abgelegt werden. Somit kann es sehr schnell zu einer Plage werden.

Einerseits können die großen Freßschäden zu einer erheblichen Schädigung führen, andererseits sind frische Schäden Eingangspforten für Bakterien. Die Schädigung bei Jungpflanzen kann durchaus zum Totalverlust führen.

Da Feuchtigkeitverlust für die meisten Schnecken tödlich ist, sollte man angemessen gießen. Darüber hinaus sind die besten Gegenmittel das Absammeln und die natürlichen Freßfeinde wie unsere gefiederten Gartenbewohner. Auch die Ameisen seien hier erwähnt.

Ohrwürmer

Von den auf der Erde lebenden 1800 Arten leben in Deutschland nur 8 Arten. Allgemein werden den Ohrwürmern schädigende Fraßeigenschaften nachgesagt. Sicherlich ist es auch der Fall, daß er als Allesfresser weiche Pflanzenteile anfrißt und damit gelegentlich zu Schädigungen beitragen kann.

Grundsätzlich sollte man ihn aber als Nützling werten, da er als Vertilger von Blattläusen und Raupen zur Eindämmung wirklicher Schädlinge beiträgt. Dem Mythos er könne das Trommelfell des Ohres durchkneifen sollte man nicht so viel Glauben schenken, da seine Werkzeuge hierfür viel zu schwach sind. Demzufolge ist er auch nicht in der Lage stärkere Pflanzenteile zu beschädigen. Er nutzt vielmehr schon vorhandene Fraßgänge von Raupen und anderen Schädlingen.

Blattläuse

Wohl die größten Plagegeister aller Pflanzenliebhaber sind die Blattläuse. Je nach Witterung vermehren sich Blattläuse epidemieartig. Mit ihren Stechrüsseln saugen sie zwischen den Zellen hindurch den Pflanzensaft direkt aus den Leitungsbahnen der Pflanze. Die Blätter verkrümmen und kringeln sich so daß die Triebe verkümmern.

Hier weise ich noch einmal auf die Symbiose mit den Ameisen hin. Blattläuse ernähren sich überwiegend von kohlenhydratreichen Pflanzensäften. Um ihren Eiweißbedarf zu decken, müssen sie sehr viel mehr Kohlenhydrate aufnehmen als sie benötigen. Der Überschuß wird als Honigtau ausgeschieden und dient den Ameisen als Nahrung. Diese gewähren den Blattläusen dafür Schutz gegen andere Insekten.

Als effektivste Blattlausbekämpfer seien zunächst der Marienkäfer und seine Larven sowie die Florfliege genannt. Die Effektivität ist so hoch, daß sie als Eier oder Larven im Handel erhältlig sind. Aber auch die Gallmücke, die Schlupfwespe und die Blumenwanze sollen hier erwähnt sein.

Das erreichen hoher Luftfeuchtigkeit soll der Entwicklung der Blattläuse entgegenwirken.

Ameisen

Wer weiß schon, daß die Ameisen eine höhere Biomasse als die Menschen auf dieser Erde aufbringen?

In unseren Breiten überlebt die befruchtete Königin den Winter. Diese baut jährlich einen neuen Staat auf. Bis zu fünfzehn Jahre alt können Königinnen werden.Wie bei den Bienen werden auch bei den Ameisen Staaten gebildet in denen außer der Königin nur unfruchtbare weibliche Tiere leben. Lediglich einmal jährlich - meistens im Spätsommer - bilden sich junge geflügelte Königinnen und männliche Tiere. Während sich befruchtete Jungköniginnen ein Winterquartier suchen und die meisten auch überleben, sterben unbefruchtete und männliche Tiere ab.

In Haus und Garten werden diese Tiere nicht gerne gesehen, da sie im Rasen große Nester bilden, Steine unterhöhlen, Unkrautsamen im Garten verbreiten und gerade im Frühjahr die Pflege und Verteidigung von Blattlauskollonien betreiben. Ein weiterer Punkt ist die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten.


 

 Chiliseite

Auf dieser Seite können Sie etwas über domestizierte Arten der Gattung Capsicum erfahren. Die Familie der Solanaceae besteht aus den Unterfamilien Cestreae (Tabak), Nicandra (Giftbeere), Solaneae mit den Gattungen Capsicum und Solanum, sowie der Datura.

 Klivienseite

Die Klivie mit dem botanischen Namen Clivia oder in Deutschland auch als Riemenblatt bekannt, hat in Europa eine lange Tradition. Ursprünglich aus Südafrika stammend ist sie nach der botanischen Neuordnung nach der Herzogin von Northumberland (Lady Charlotte Florentine Clive) als Clivia bezeichnet.

 Fotoseite

Zahlreiche Einzeltheorien werden in der Fotografie diskutiert, da eine einheitliche und umfassende „Theorie der Fotografie“ bisher fehlt. Die gewünschte Bildaussage wird immer häufiger durch entsprechende fotografische Techniken in der Foto-Praxis bestimmt.

 Kostbade

Sehr oft nehmen Menschen die Entscheidungen Anderer als endgültig hin. Man fügt sich in das scheinbar Unvermeidliche und arangiert sich mit den Gegebenheiten. Sicher ist es manchmal unumgänglich und für ein risikoloses Dasein erforderlich.